ZIELE DER WEITERBILDUNG
Ziel dieser berufsbegleitenden Weiterbildung ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu befähigen:
- Menschen im Sinne des Konzeptes Basale Stimulation® in der Pflege zu begleiten
- Pflegende bei der Umsetzung der Basalen Stimulation® in den Pflegealltag anzuleiten, zu unterstützen und zu beraten
- pflegende Angehörige mit ihren individuellen Problemen nach dem Konzept der Basalen Stimulation® zu unterstützen, zu beraten und zu begleiten.
INHALTE DER WEITERBILDUNG
Während der Weiterbildung wird das Konzept der Basale Stimulation® in der Pflege umfassend vermittelt.
Themen sind u.a.:
- Wesentliche Elemente und Grundannahmen des Konzeptes Basale Stimulation® in der Pflege auf der Grundlage der zentralen Ziele
- Eigen- und Fremdwahrnehmung, Kommunikation durch Berührung, Menschenbild und Pflegeverständnis
- Neurowissenschaftliche und psychosoziale Grundlagen
- angrenzende Konzepte, z.B. Musiktherapie nach Nordorff Robins
- Analyse und Beurteilung von Pflegesituationen
- Entwicklung individueller Förder- und Pflegeplänen
METHODIK
- Die Weiterbildung wird nach den Prinzipien der Erwachsenenbildung durchgeführt
- Die Praxis- und Eigenerfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bewusst in den Unterricht mit einbezogen. Sie gestalten den Unterricht mit und leisten im Sinne des ganzheitlichen Lernprozesses den Transfer zu ihrem Aufgabengebiet in der Praxis
- Eigenerfahrungen und Übungen sind wesentliche Anteile der Weiterbildung
STRUKTUR DER WEITERBILDUNG
Die Weiterbildung ist berufsbegleitend und beginnt in einem Rhythmus von ca. einem bis ein einhalb Jahren.
Sie beinhaltet:
- 5 Theorie-Blöcke am Weiterbildungsort in Freising mit insgesamt 240 theoretischen Unterrichtsstunden
- mindestens 240 Stunden praktisches Einüben und Umsetzen des Konzeptes im eigenen oder selbst gewählten Praxisgebiet bei einem oder mehreren Patienten bzw. Bewohnern. Diese sollen über eine längere Zeit fortlaufend betreut werden.
- eine 3-tägige Hospitation in einer Einrichtung, die über Erfahrungen mit spezifischen Förderkonzepten verfügt
- mindestens 3 regionale Arbeitsgruppentreffen zwischen den theoretischen Blöcken zur Reflexion der Praxisaufgaben und zum Austausch der praktischen Erfahrungen
- Praxisaufgaben während der Praxisphasen, die in schriftlicher Form der Bezugsperson aus dem Weiterbildungs-Team vorgelegt werden und während der Blockwochen individuell besprochen und reflektiert werden
- Ein Praxisbesuch durch eine Kursleiterin aus dem Weiterbildungs-Team zur Reflexion der Arbeit mit dem Konzept Basale Stimulation® in der Pflege
Zum letzten Block der Weiterbildung werden die schriftlichen Abschlussarbeiten vorgelegt.
Die mündliche Prüfung erfolgt in Form eines Kolloquiums mit einer Kurskollegin und zwei Kursleiterinnen der Weiterbildung, in dem die Abschlussarbeit vertreten und besprochen wird.
Vor geladenen Gästen präsentieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Abschlussfeier erarbeitete Referate aus Ihrem Wirkungsbereich.
Nach Erbringen der Leistungsnachweise und erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat das sie berechtigt, das Konzept der Basalen Stimulation® in der Pflegepraxis qualifiziert anzuwenden und andere bei der Umsetzung zu begleiten.
Darüber hinaus erhalten sie die Möglichkeit über die Mitgliedschaft und Lizenz im Internationalen Förderverein für Basale Stimulation® die Nutzungsrechte des Logos zu erwerben.
